Die Überlieferung ist nicht-menschlicher Ordnung und empfängt ihre Inspiration aus dem Prinzip. Sie weist auf die Philosophie des Seins hin, die sich in Begriffen der Synthese, Einheit und Lebensharmonie äußert. Raphael, ein zeitgenössischer Advaitin, knüpft in seinen Schriften an die Zweige der Überlieferung des Ostens (Advaita Vedanta) und des Westens (Kabbala, Hermetik, Alchimie, Orphik, Platonismus) an. Zu den Klassikern des Advaita Vedanta (Mandukyakarika von Gaudapada, Vivekacudamani von Shankara, Drigdrisyaviveka, Bhagavadgita usw.) verfasste er ausführliche Kommentare. Diese Klassiker eröffnen das Gedankengut der größten Philosophen Indiens: Gauƒapåda präsentierte die Lehre der Nicht-Erzeugung (Ajåtivåda oder Aspar©avåda), Âa§kara kodifizierte den Advaita Vedånta, die kühnste, uns bekannte Metaphysik. Parallel dazu befasste sich Raphael mit den großen Meistern des Westens, Platon, Plotin usw. Er vermittelt ihre Kernaussagen, konzentriert sich auf den initiatorischen Asepkt und regt den Leser an, die Inhalte selbst zu vertiefen und darüber zu meditieren. Ferner zieht Raphael Parallelen zwischen den Lehren des Ostens und des Westens und hebt das Übereinstimmende in ihnen hervor. Denn die Wahrheit ist eine einzige ohne eine zweite. Die Einheit der Lehren beleuchtet Raphael vorwiegend unter dem Aspekt der Metaphysik.«
Advaita Vedanta
Metaphysik
Bhagavadgita
Mandukyakarika
Raphael
Gaudapada
Vivekacudamani
Shankara